Gewerkschaft ist Freundschaft – Gewerkschaftsjugendtag 2019 in Magdeburg

50 delegierte Mitglieder sowie Gäste der GdS-Jugend aus ganz Deutschland sind am 22. Mai 2019 in die schöne Stadt Magdeburg gereist, um beim Gewerkschaftsjugendtag ein neues Kapitel aufzuschlagen und Entscheidungen über wichtige Fragen der Jugendarbeit in der GdS zu treffen.

Neben der Entlastung der aus­scheidenden Bundesjugend­leitung standen die Wahl der neuen Bundesjugendleitung und die Entscheidung über Anträge an den Gewerkschaftsjugendtag auf der Tagesordnung.

Was ist eigentlich ein Gewerkschaftsjugendtag?

Was für jemanden, der zum ersten Mal davon hört, nach Ferienlager oder Festival klingen mag, ist das höchste Organ der GdS-Jugend. Neben der Bundesjugendleitung und den Landesjugendleiter(inne)n werden Mitglieder aller Landesverbände delegiert, um im Namen der gesamten GdS-Jugend über grundlegende Angelegenheiten der Jugendarbeit zu debattieren und entscheiden. Ein ordentlicher Gewerkschaftsjugendtag findet zukünftig alle zweieinhalb Jahre statt.

Nach der Eröffnung des Gewerk­schaftsjugendtags durch die bisherige Bundesjugendleiterin Ina Köpnick und der Beschluss­fassung über die Tagungsord­nung würdigte der GdS­-Bun­desvorsitzende Maik Wagner in seinem Grußwort die Leis­tungen der GdS-­Jugend und die Bedeutung der Jugendar­beit für die GdS. Dass es sich hierbei nicht nur um Floskeln handelte, war spür-­ und ange­sichts der Anwesenheit aller Mitglieder des GdS-­Bundes­vorstandes auch sichtbar.

Die ausgeschiedene Bundesjugendleitung mit dem GdS-Bundesvorsitzenden (1. v. rechts) und der GdS-Jugendkoordinatorin (1. v. links)

Zum Versammlungsleiter und damit zum Hüter der Tagesord­nung wurde Marc Westhöfer gewählt, der die Delegierten gewohnt kompetent durch die Veranstaltung führte. In dieser Funktion oblag es ihm, den Delegierten die Entlastung der ausscheidenden Bundesju­gendleitung vorzuschlagen, die einstimmig erteilt wurde. Zu­vor hatte Ina Köpnick die letzteAmtszeit in ihrem Geschäfts­bericht Revue passieren lassen.

Elektronische Abstimmung

Die Wahl zur neuen Bundesju­gendleitung wurde erstmalig in der Geschichte der GdS elek­tronisch durchgeführt. Über die ordnungsgemäße Durchführung wachte eine Wahlkommission, die sich aus Falco Naujoks, Pauline Bernecker und Oliver Müller zusammensetzte.

Als einziger Kandidat wur­de Daniel Dewes zum neuen Bundesjugendleiter gewählt. Spannender gestaltete sich die Wahl der vier stellvertretenden Bundesjugendleiter(innen) – von insgesamt fünf Kandidaten setzten sich im ersten Wahlgang Lara Kruse, Bianca Zuther, Tom Kunert und René Schmidt durch.

Die neu gewählte Bundesjugendleitung mit dem GdS-Bundesvorsitzenden

Anschließend hatten die Delegierten über vier allge­meine Anträge an den Ge­werkschaftsjugendtag zu entscheiden.

Wie Satzungsänderungen zustande kommen

Als oberstes Organ der GdS-Jugend kann der Gewerkschaftsjugendtag mit Zwei-Drittel-Mehrheit Änderungen der Satzung der GdS-Jugend beschließen. Die GdS-Jugend genießt zwar in Fragen der Jugendarbeit weitgehende Unabhängigkeit, ist jedoch ein Teil der GdS – daher müssen vom Gewerkschaftsjugendtag beschlossene Änderungen der Satzung abschließend noch vom GdS-Bundeshauptvorstand genehmigt werden.

Beschlossen und genehmigt wurde zunächst der Antrag auf Absenkung der Amtsdauer der Bundesjugendleitung von fünf auf zweieinhalb Jahre. Ebenfalls wirksam beschlossen wurde die Streichung der satzungsgemäßen Verpflichtung der Bundesjugendleitung, an überregionalen Sportturnieren teilzunehmen. Zwar beschlossen, jedoch nicht genehmigt wurde dagegen der
Antrag, die Altersgrenze für die Mitgliedschaft in der GdS-Jugend auf das 35. Lebensjahr anzuheben. Weiterhin nicht genehmigt wurde der Antrag, die Wählbarkeit für die Bundesjugendleitung auf nicht
anwesende Mitglieder der GdS-Jugend auszuweiten.

Abgerundet wurde der arbeitsreiche Vormittag durch ein Grußwort der stellvertretenden Vorsitzenden der dbb-Jugend Liv Grolik und Ausführungen der Jugendkoordinatorin Stefanie Bitterroff.

Wir-kommt-weiter-Gefühl

Gewerkschaft ist Freundschaft – das konnte man auch am 22. Mai 2019 spüren: während der spannenden, wenn auch manchmal arbeitsintensiven Sitzung, im Gespräch bei Kaffee und Gebäck, während der Pausen und natürlich bei den schlafraubenden Abendveranstaltungen. Da die meisten Delegierten auch beim anschließenden Gewerkschaftstag anwesend waren, konnten wir das Wir-kommt-weiter-Gefühl noch ein bisschen länger genießen. Wir bedanken uns bei all denen, die dafür gesorgt haben, dass der Gewerkschaftsjugendtag ein voller Erfolg geworden ist.

Daniel Dewes