GdS-Jugend Schleswig-Holstein: Streifzug durch Lübeck

An einem Samstagabend im September 2017 haben wir uns bei gemütlichem Wetter vor dem Holstentor in Lübeck getroffen, um uns gemeinsam als Gruppe der GdS-Jugend Schleswig-Holstein zu einer Zeitreise durch die Lübecker Altstadt aufzumachen. Dort hat uns unsere Stadtführerin in ihrem zeitgenössischen Gewand und mit ihrer Laterne zurück in die historischen Jahrhunderte der Hansestadt versetzt.

Schnell wurde uns klar, dass die Lübecker über all die Zeit ihren ganz eigenen Humor bewahrt und sich stets stolz behauptet haben. Als zum Beispiel Adolf Hitler eine Rede auf dem Lübecker Rathausmarkt halten wollte, blockierten sie trotzig eben diesen, sodass er auf Bad Schwartau ausweichen musste und Lübeck daraufhin den Titel „Freie“ Hansestadt genommen hat.

Auf unserem Streifzug durch die Winkel und Gassen bei Sonnenuntergang sind uns die fast durchweg gepflasterten Straßen aufgefallen, die von den Einheimischen allerdings bespottet werden. Die Inschrift „S.P.Q.L.“ am Holstentor hat der Volksmund sinngemäß mit „Schlechtes Pflaster quält Lübeck“ ausgelegt – das ist natürlich dumm Tüüg, denn eigentlich bedeutet die Abkürzung „Senatus Populusque Lubecensis“, also Senat und Volk von Lübeck.

Wie in einer ganz anderen Welt fanden wir uns in den zahlreichen Hinterhöfen wieder. Richtig gemütlich war es da, denn die Häuserwände stehen sich sehr dicht gegenüber und die historischen Fassaden mit den Kastenfenstern versprühen eine ganz eigene Atmosphäre.

Am Ende der anderthalbstündigen Führung waren wir um einiges schlauer. Wir haben alte Legenden und die Berühmtheiten der stolzen Hansestadt kennengelernt und wissen nun auch, wohin die Treppe im Rathaus abwärts führt. Bei unserem nächsten Besuch werden wir Lübeck mit anderen Augen sehen. Den Abend ließen wir dann entspannt im „Peter Pane“ ausklingen.

Text: Ann-Kristin Krüger